Das Aquarium ist in Betrieb.



2 Aquarien wurden nach diesen Gesichtspunkten Anfang August eingerichtet. Wie vermutet, gab es die größten Probleme mit den Pflanzen, die mit den Bedingungen im Aquarium nicht bzw. nur sehr schwer zurechtkommen. So ist eine Stagnation der Tange und des Seegrases zu verzeichnen. der Darmtang hatte sich innerhalb eines Monats komplett aufgelöst.                                                                                              Einerseits ist das durch natürliche Erscheinungen bedingt, andererseits ist das Aquariumwasser in seiner chemischen Zusammensetzung und organischen sowie anorganischen Inhalten erheblich abweichend von den natürlichen Gegebenheiten.   Hier muss man viel Geduld aufbringen und durch regelmäßige Vitaminzugabe und Anreicherung durch Jodverbindungen und Eisen sowie Bakterienpräparaten (ich benutze hier das Microbe lift Sludge Away, ein Produkt, welches für Gartenteiche entwickelt wurde) die für die Verbesserung des Milieus im Aquarium sorgen.

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Unterhalb der Miesmuschel sitzt eine Seepocke


Die langsame Wiederbesiedelung durch höhere Rotalgen und Grünalgen ist ein Zeichen für die richtigen Maßnahmen. Nun müssen die Seegräser noch ein Wachstumsstadium erreichen um auch für die Fische das entsprechende Siedlungssubstrat und Rückzugsmöglichkeiten zu erhalten. Da sie nur zum Teil abgestorben waren, habe ich große Hoffnung sie erhalten zu können. Ich habe sogar kleinste Algenstücke der Grünalge Ulva spp. entdecken können. Insgesamt bin ich mit der jetzigen Entwicklung zufrieden.                                                                                                      Aber es gibt auch eine Stelle die mit einer langfädigen Grünalge bewachsen wird. Welche Art das ist, muss noch bestimmt werden.

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Langsam siedeln wieder höhere Algen, hier Callithanium corymbosum


Das Aufkommen von Schmieralgen, wie es von den früher beschriebenen Ostseeaquarien immer beschrieben wurde, ist in den von mir betriebenen Aquarien nicht zu verzeichnen. Eine Phosphat und Nitratmessung sowie Karbonathärtebestimmung steht allerdings noch aus. Gelegentlich erfolgt die Gabe von Natriumkarbonat und Natriumhydrogenkarbonat sowie etwas Calciumchlorid.
Auch bei den Fischen gibt es Probleme. Eingesetzt wurden in ein 60 Liter Wasser netto fassendem Aquarium 8 Seenadeln, 4 Schlangennadeln, 21 Dreistachlige Stichlinge, 6 Seestichlinge, 1 Scholle, 1 Seezunge, 6 Sandgrundeln sowie 2 Strandgrundeln.         Als problematisch erwiesen sich die Seestichlinge, deren Anzahl durch Territorialität sich bis auf 1 Tier verringerte, sowie herausspringende und durch Maulsperre eingehende Grundeln. Diese Schockzustände der Grundeln wird durch das plötzliche Ein- bzw. Ausschalten der Beleuchtung verursacht und durch das gelegentliche Hantieren mittels Algenmagneten.
Hierzu muss die Beleuchtung schnellstmöglich auf automatische Dimmung umgestellt werden.

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Der Seestichling Spinachia spinachia, hier ein männliches Tier.


Die Besiedlung des sehr feinen Bodengrundes durch grabende Tiere lässt sich an vereinzelten Spuren an der Aquarienscheibe belegen und langsam erhöht sich auch hier die Anzahl der Tiere. Die regelmäßige Zugabe von lebenden Phytoplankton und Phytoplanktonkonzentraten wirkt sich positiv auf die Muscheln und anderen Filtrierer aus, selbst wenn ein Teil durch die gut funktionierende Abschäumung verloren geht.
Aber auch die Zugabe durch die Bakterienpräparate wirken sich auf die niederen Tiere sehr gut aus.                                                                                                    Die Aktivität der Rankenfüsser ist bei Zugabe dieser Präparate besonders hoch.
Kleinere Probleme gibt es noch durch die Zugabe mit Phytoplankton und Zooplankton sowie durch die starke Verdunstung die eine Instabilität der Salzdichte nach sich zieht.Hier muss sehr genau mittels Refraktometer des Salzgehalt bestimmt und korrigiert werden.                                                                                                         Die Temperatur konnte bis jetzt auf einen Wert um 18-19°C (Anfang Oktober) stabilisiert werden, wenn ein Raumlüfter die Wärme der Lampen abführt und die Verdunstung damit gesteigert wird. Um den Wirkungsgrad zu verbessern ist die Montage von Kleinlüftern entlang der Aquarien geplant, die eine kleine Bauform, große Laufruhe und sehr geringe Stromaufnahme aufweisen.
Eine Neubesiedelung mit Pflanzen ist für das kommendes Frühjahr geplant und auch der Fang von Copepoden für eine Erweiterung der Futterzucht macht eine weitere Fangreise erforderlich.                                                                                      Ich hoffe dieses Mal einige Chara Algen zu finden sowie weitere Algen wie Cheatomorpha und Ulva, Tange und Rotalgen. Ganz besonders bin ich am Besatz mit weiteren Muscheln, Schnecken und Bodengrund besiedelnde Tiere aus der Sandzone interessiert sowie an Seescheiden und Schwämmen, die ich dieses Jahr nicht erbeuten konnte. Weiterhin gibt es noch einige Arten Garnelen und Mysis die ich fangen möchte. Die in der Ostsee vorkommende, aus dem Schwarzen Meer eingeschleppte Art Palaemon elegans besitze ich bereits. Sie zeichnet sich durch eine besonders intensive Färbung gegenüber Tieren aus anderen Gewässern aus.                                        Bei den Fischen möchte ich noch die Seehasen pflegen. Falls die Aquarien erweitert werden sollten, käme auch eine Strandkrabbe in Frage sowie Seesterne, die ich sehr gut mit Miesmuscheln ernähren könnte.
Die regelmäßige Versorgung mit Miesmuscheln durch den Lebensmittelhandel macht hier die Pflege unproblematisch.

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Die Garnele Palaemon elegans var. baltica aus der Ostsee zeichnet sich durch eine besonders auffällige Intensität der Zeichnung aus. Sie ist genetisch nicht mit der Mittelmeerart identisch.


Die Lebendfutterzucht von Moina, Artemia, verschiedenen Copepodenarten sowie den Süsswasserflöhen Cyclops lässt sich mit den Phytoplanktonmischungen, die ich von der Firma Trautmann Aquaristik beziehe mit gleichzeitiger Zugabe von lebenden Bakterienpräparaten wie Microbe lift sludge away, welches für Gartenteiche entwickelt wurde, in zufrieden stellender Qualität und Reproduktion der Organismen stabil
aufrechterhalten. Zusätzlich werden noch die Algen Phaeodactylum, Dunaniella und Tetraselmis kultiviert um für die Futtertiere „Frischfutter“ und den Muscheln und anderen Filtrierern hochwertiges Futter anzubieten. Weiterhin werden regelmäßig lebende weiße und rote Mückenlarven und gelegentlich einige Enchyträen verfüttert.  In den Aufzuchtbehältern der Copepoden habe ich einige Kunstpflanzen mit feiner
Struktur eingebracht um den Copepoden ein größeres Siedlungssubstrat zu bieten.

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Das Phytoplankton aus eigener Vermehrung


Rückschläge und Fortschritte


Leider habe ich inzwischen nach etwa 8 Wochen Pflege einige Fische verloren. Das betrifft alle Seestichlinge, die fast alle aus dem Aquarium sprangen. Sie sind außerordentlich schreckhafte Tiere.                                                                     Bei den Seenadeln habe ich 2 große, weibliche Tiere verloren, die ebenfalls aus dem Aquarium sprangen sowie eine Sandgrundel, die an Maulsperre einging. Alle anderen Fische sind wohlauf, auch die Seezunge ist mittlerweile öfters zu sehen.


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Das Aquarium verändert sich

Auch die Tange die ich mir aus der Ostsee mitgebracht hatte stagnieren und nur ein kleinerer Tang zeigt einige wenige wachsende Stellen an Blattmasse. Alle Tange sind durch epiphytische Algen bewachsen. Auch die Seegräser sind bis auf Reste eingegangen. Hier rechne ich mit einem Totalverlust. Einige Aquarienteile
wurden deshalb mit Kunstpflanzen besetzt um den Tieren eine Deckungsmöglichkeiten zu bieten.                                                                                                      Der Darmtang hat sich völlig aufgelöst aber das war zu erwarten, da Darmtange einjährige Pflanzen sind.
Fortschritte sind bei den sehr feinfiedrigen Rotalgen zu sehen, die sehr gut wachsen und Dekorationsmaterial sowie Reste des Seegrases besiedeln. Auch einige noch sehr kleine Teile des Meersalates scheinen, wenn auch langsam, zu wachsen und sind hoffentlich durchsetzungsfähig.                                                                 Erfreulich ist auch die Aktivität der Seepocken, die zeitweise sehr aktiv ihre Bewegungen ausführen.                                                                                 Ganz besonders erfreut mich die beginnende Besiedlung des Sandaquariums durch die Würmer und Krebstiere im Bodengrund, die durch ihre Aktivität diese kleinen Sandhäufchen schaffen. Auch das fressen eines Wenigborsters durch eine Strandgrundel konnte ich beobachten.

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Erfreulich ist die Aktivität der kleinen Organismen, die in ihrer Schönheit so richtig erst in einer Makroaufnahme zu Geltung kommen. Ein kleines Aquarium eignet sich für die Beobachtung von Details und Kleinigkeiten viel besser als ein Aquarium mit vielen hundert Litern Inhalt. Gerade kleinste Strukturen und Lebensformen werden oftmals übersehen, und selbst wenn es nur kleinster Algenwuchs ist, Struktur, Form, Farbe und Bewegung machen sie zu einem besonderen Blickpunkt. Die Rankenfüßer schaffen es,
sich ihr Siedlungsgebiet frei von Algen zu halten.

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Die Scholle Pleuronectes platessa präsentiert sich heute besonders schön und ihre versteckte Lebensweise nimmt sie nur noch gelegentlich ein.


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Selbst synthetische Materialien wie dieses Seegras sind, wenn sie richtig kombiniert und dekoriert werden, unauffällig und dennoch wirkungsvoll, um ein Aquarium ansprechend zu gestalten.

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Wie dynamisch die Entwicklung im Aquarium fortschreitet, ist auf diesem Bild zu sehen. Aber der Weg hierhin führt bisweilen auch über ein Stadium, in dem das Aquarium „grauenvoll“ aussehen kann:


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Nicht immer verläuft die Entwicklung so, dass es zeigenswert ist. Hier ist sehr viel Durchhaltevermögen gefragt denn in dem Aquarium gibt es Entwicklungen, die ich auf keinen Fall stören möchte. Sie sind für mich zu wichtig. So ist die Beobachtung der Vermehrung von Gehäuseschnecken, die Entwicklung von Krebstieren aus dem Larvenstadium, Nematoden und Larvenstadien von Polychaeten und viele weitere
Dinge interessant. Übrigens auch Algen, die zerfallen werden nicht sofort aus dem Aquarium entfernt. Der Zerfall der Algen setzt mitunter ihre Gameten frei und führt zu einer Neubesiedlung der dann dem Aquarium besser angepassten Pflanzen.

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Sehr erfreulich ist die Entwicklung der Biologie in einem „unberührten“ Aquarium- hier die bis 11 mm groß werdende Kahnschnecke Theodoxus fluviatilis f. litoralis und ihr Gelege. Ihr ursprünglicher limnischer Lebensraum ist ein Sauerstoff reiches Fließgewässer und die Brandungszonen von Seen, in denen sie heute leider kurz vor dem Verschwinden sind.

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Ein leider trauriges Bild Grundel; sie wird an der „Maulsperre“ verenden


Einige Sachen bei der Einrichtung der Aquarien wären noch zu verbessern: Die in dem Aquarium für Makrophyten vorgesehenen Materialien müssen unbedingt auf einem „Podest“ einige Zentimeter über dem Boden aufgestellt werden.                              In den Zwischenräumen dieses Materials sammelt sich auf dem Bodengrund eine
Menge abgestorbener und nicht entfernbarer Materialien an, die das Milieu ungünstig beeinflussen und Sauerstoff zehrend sind. Hier wird der Bodengrund komplett neu gestaltet werden müssen, die Sandzone soll auch unterhalb dieser Materialien, ohne dass diese Verbindung zum Boden haben, das gesamte Aquarium bedecken. Der Abtransport von abgestorbenen Materialien ist auf einem geschlossenen Sandbett sehr viel einfacher möglich; das großflächige Hartsubstrat muss also ein wenig Abstand von der Sandoberfläche haben; hier ist innerhalb der Dekoration ein separates Closed Loop (Hinterspülung) einzubringen um in den Zwischenräumen eine Stagnation zu vermeiden.
Für das Sandaquarium ist der Bodengrund noch höher auszuführen und sollte eine Stärke von etwa 6-8 cm haben. Somit ist die Besiedlung durch grabende Tiere einfacher. Hervorragend geeignet ist der bisher benutzte Sand für Terrarientiere mit seiner staubfeinen Körnung und weißen Färbung, die auch nach längerer Betriebszeit erhalten bleibt da es den Algen nicht gelingt sich auf diesem Material zu etablieren.
Deshalb wird dieses Material weiterhin für die Aquarien verwendet. Auch der Abtransport von Mulm ist problemlos durch die Strömung des Closed Loop in einem Sandaquarium, da dessen Wasserbewegung sehr großflächig und wirbelnd erfolgt ohne Material zu verschieben. Das Closed Loop muss auf dem Bodengrund stabil verankert werden um bei gelegentlichem Hantieren die Ringe nicht immer weiter anzuheben und schließlich sichtbar zu machen.
Auch der Besatz und die Vergesellschaftung der Tiere muss noch verändert werden um Verluste zu vermeiden. Eigentlich sind die Aquarien aus Sicht der Reviergestaltung einfach zu klein. Die Vergesellschaftung eines größeren Trupps von Dreistachligen Stichlingen hat sich, obwohl ich hier eigentlich die größten Befürchtungen hatte, als unproblematisch erwiesen. Auch für die Grundeln ist Platzangebot und die Möglichkeit für eine Revierbildung ausreichend. Der Besatz mit Seegräsern ist zurzeit auf eine zu kleine Fläche beschränkt und darum für die Seestichlinge und Seenadeln unbedingt größer zu gestalten. Auch der Bereich für die Makrophyten ist größer auszuführen und das Einbringen von Copepoden und Gammariden muss dringend erfolgen. Eventuell ist der Behälter für die Pumpe und das Filtersubstrat noch als zusätzlicher Siedlungsraum nutzbar zu machen und auch größer auszuführen.
Schließlich ist die Umrandung so zu gestalten, dass springende Tiere das Aquarium nicht verlassen können.
Eine Abdeckung ist nicht geplant und aus Sicht der Kühlung auch nicht von Vorteil auch wenn eine starke Verdunstung die Niveau- und Salzdichtereglung etwas aufwändiger macht.
Die Kultur der Seegräser bleibt schwierig. Alle mitgebrachten Seegräser sind eingegangen und auch die höheren Algen sind nicht mehr vorhanden. Einzig eine fädige Grünalge überzieht das Dekorationsmaterial.
In sehr alter Literatur nachgeforscht, habe ich Hinweise auf eine andere Bodengrundgestaltung mit viel Lehm und Mudd aus den natürlichen Gewässern, welche unter einer Auflage sauberen Sandes liegt sowie Hinweise zu spezielle Spektralanteilen des Lichtes gefunden. Unter anderem wird besonders auf den
Mangel der kurzwelligen Lichtanteile verwiesen, die zur Stagnation der Laichkräuter (und vermutlich auch der im Flachwasser gesammelten Enteromorpha) führen. Interessanterweise stammen diese Hinweise aus einem Buch zur Bestimmung von Pflanzen von 1944… Nun heute sind wir in der Lage, Leuchtmittel zu
benutzen, die genau diese Spektren emittieren. Es gibt immer noch viel zu beobachten!
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Trotz aller bisherigen Rückschläge möchte ich diese beiden kleinen Aquarien auf keinen Fall aufgeben und durch ausgewählte Besatzerweiterung und Wiederansiedelung eine größere Artenvielfalt erfolgreich pflegen können. Eine gemeinsame Fahrt mit Freunden findet jährlich am ersten Septemberwochenende statt.                                                                                                                      Wir treffen uns auf der Insel Poel auf dem Zeltplatz. Vielleicht hat der eine oder andere Lust auf diese Form der Aquaristik bekommen und ist hiermit herzlich eingeladen teilzunehmen.
Im Abschluss möchte ich noch meinen Freund Heinz Schöne zitieren, der 1999 einige Anmerkungen zur Ostseeaquaristik publizierte: „…sehe ich hier ein Gebiet, welches durchaus noch nicht aquaristisch erschlossen ist. Ich werde den Anblick eines traumhaft schönen Ostseeaquariums, welches dicht mit rosafarbenen Schwämmen Adocea cinerea bewachsen war und sich noch andere, seltenere Niederen Tiere
befanden, nie vergessen. Vielleicht bieten neue Entwicklungen der Aquarientechnik hier Ansatzpunkte, solche Ostseeaquarien über einen längeren Zeitraum zu pflegen. Die Biologen sind sich wenigstens einig, dass bei ökologischen Betrachtungsweisen die relative Artenarmut der Ostsee nicht ins Gewicht fällt. Nun sind Aquarianer zwar keine Ökologen aber eine kleine „ökologische Scheibe“ könnten wir uns von der
Wurst doch abschneiden, um nicht auf dem Stadium: - Oh wie ist das schön! - stehen zu bleiben…“
Einige interessante Informationen zum Verhalten von Dreistachligen Stichlingen habe ich aus alter Literatur gefunden: Die unterlegenen Männchen der Stichlinge nehmen eine Färbung wie die Weibchen an.
Das dominierende Männchen erkennt das nicht und führt das scheinbar laichbereite Weibchen, was nicht nur das Aussehen eines Weibchens annimmt sondern sogar seine Bewegungs- und Verhaltensmuster, zum Nest. Als Grund für dieses Verhalten können nur Vermutungen gemacht werden. So sind der Diebstahl von Nistmaterial, Eiern, Besamen von Eiern in einem fremden Nest, Störung des Laichaktes von
Konkurrenten und Eierfraß als Gründe angeführt. Aber auch die Reduzierung der Nachwuchsrate in einem dicht besiedelten Gebiet wäre bei ökologischer Betrachtungsweise zur Arterhaltung sinnvoll und ist mit Sicherheit eine diese Verhaltensweise induzierende Ursache. (8 und 9)

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Das Sandaquarium und seine Bewohner.


Der Dreistachlige Stichling wird von der Fischerei Industrie einiger Länder als Schädling betrachtet, der durch seine Ernährungsweise die Populationen der Nutzfische stark beeinträchtigt und deshalb speziell bekämpft wird. Als Nutzfisch kommt er nicht in Betracht, auch wenn man ihn in Finnland und einigen anderen Ostseeländern zur Herstellung von Futtermitteln und Tran verwendet. Stichlingstran wurde in letzter Zeit auch als medizinisches Präparat zur Behandlung von Wunden und Brandverletzungen
verwendet. (10)
Bei der Vermehrung und Zucht werden besonders auf die Balzfärbung und Territorialität der Männchen hingewiesen, die Entfernung der Weibchen nach vollzogenem Laichakt und die problemlose Aufzucht der Brut im Aquarium. Es werden zwischen 600-1200 Eier pro Nest abgelegt, wobei die Weibchen nicht alle Eier in ein Nest legen sondern mehrere Männchen aufsuchen. Bei der Aufzucht von Larven ist feinstesLebendfutter erforderlich. (11)
Die Problematik einheimische Fische in Aquarien zu halten und zu vermehren liegt weniger in den erhöhten Wassertemperaturen der Aquarien sondern fast ausschließlich in der Nichtgewährung einer naturgemäßen kalten Überwinterung. Bei Einhaltung der Temperaturabsenkung in den Wintermonaten leben Dreistachlige Stichlinge etwa 3-4 Jahre, ohne Winterruhe erreichen sie nur ein Alter von 2 Jahren. (12)
Übrigens ist die Temperatur der Aquarien durch Verdunstungskühlung auf 15°C stabilisiert (03.11.2008).
Einen weiteren, sehr schönen Beitrag zu Stichlingen hat Herr Rudolf Suttner veröffentlicht (13).


21.12.2008
Die Temperatur lässt sich zurzeit nicht weiter verringern da die Umgebungstemperatur und die Aussentemperatur auf zu dieser Jahreszeit hohem Niveau liegen. So schwankt die Wassertemperatur zwischen 13-16°C und ist somit auf einem nicht vertretbaren hohen Niveau. Ich hoffe dass die nächsten 2 Monate eine deutliche Temparaturabsenkung bringen werden. Angestrebt werden für das Aquarium 8-
10°C. Da auch bei digitalen Messgeräten eine erhebliche Streuung der Messwerte vorliegen kann und kein kalibriertes Referenzthermometer verfügbar ist, muss ich mit der Messungenauigkeit von +/- 1°C leben.
Die Pflanzenbestände sind bis auf eine hartnäckige und langfädige Grünalge zusammengebrochen. Auf den Scheiben wächst noch eine kurzfädige Grünalge. Sie dient der sich entwickelnden Schneckenpopulation als Nahrung und so erkennt man einen abgeweideten Bereich von etwa 2 cm² pro Tag/Tier durch einige einzelne, 3-4 mm große Schnecken. Die Gehäuseschnecken vermehren sich anscheinend nur zeitweilig, neue Eiablagen konnte ich bis jetzt nicht wieder erkennen.                     Bei den Fischen ist die Größenzunahme am auffälligsten. Die Stichlinge sind besonders schreckhaft und neigen zur Schwarmbildung, wenn ich den Raum betrete oder Futter in das Aquarium verbringe. Dieses Verhalten scheint sich, je länger die Tiere im Aquarium leben, zu verstärken. Hier werde ich in Kürze noch einige künstliche Substrate als Deckungsmöglichkeit einfügen. Ich habe sogar eine künstliche Pflanze, die den Armleuchteralgen täuschend ähnlich ist, gefunden, leider nur ein kleines, etwa Faust großes Stück…
Leider sind die Seenadeln bis auf ein Tier eingegangen. Als erstes (nach einer Pflege von 3 Monaten) sind die weiblichen und danach, etwa 4 -5 Wochen später die männlichen Tiere verstorben. Trotzdem ich regelmäßig täglich mehrmals Lebendfutter (verschiedene Mückenlarven und gelegentlich auch Wasserflöhe) gebe, möchte ich eine Mangelernährung nicht ausschließen. Für die kommende Fangperiode ist ein Aquarium separat für die Seenadeln geplant; mit Sicherheit ist der hohe Besatz durch Stichlinge für die Nadeln der Hinderungsgrund, genügend Futter aufnehmen zu können da sie außerordentlich langsam ihr Futter selektieren und fressen. Konstruktiv habe ich noch einen Vorschlag für die Fütterung von Seenadeln mit Lebendfutter, ohne dass andere Fische Konkurrenz aufbauen können.                                                                 Dazu wird ein Acryl Plastikrohr benötigt, unten ist eine flache Schale mit einer Rinne angebracht, in der die Futtertiere schwimmen. Nur die Seenadeln sind in der Lage aus diesem Behälter Futter aufzunehmen. Sie haben so genügend Zeit ihr Futter zu beobachten und an der Futterstelle in einer Art leichtem Kopfstand das Futter aufzunehmen. Wenn das zufrieden stellend funktioniert, kann die Vergesellschaftung mit den Stichlingen beibehalten werden. Die Vergesellschaftung mit der Scholle, den Grundeln und den Garnelen funktioniert mit den Seenadeln auch in einem Nanoaquarium ausgezeichnet.

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In den Seegraswiesen findet man phantastische Tiere, die auch für das Aquarium gut geeignet sind. Die Grasnadel oder Schmalschnäuzige Seenadel Syngnathus typhle ist in großer Anzahl vertreten.


Probleme gibt es bei der Futterproduktion von Planktontieren. Durch die recht niedrige Raumtemperatur kommen nicht genügend Futtertiere in nennenswerten Mengen nach. Ausgesprochen gut ist der Wuchs des Phytoplanktons in hoher Zelldichte. Die etwas niedrigeren Temperaturen (15-19°C) scheinen das Optimum für das Phytoplankton zu sein. Leider sind keine Copepoden Populationen vorhanden um dieses Plankton zu verwerten! Einige Süsswasserflöhe habe ich noch in Kultur, die mittlerweile auf eine Salzdichte von 1.008 angepasst wurden. Bei diesem Salzgehalt färben sich die Tiere durch vermehrte Hämoglobinbildung kräftig rot, die Ernährung erfolgt durch marines Phytoplankton und Bakterienpräparate.
Regelmäßig im Handel sind lebende weiße und rote Mückenlarven, gelegentlich verschiedene Wasserflöhe und Enchyträen. Auch die gesicherte Versorgung mit Miesmuscheln im Lebensmittelhandel würde eine Pflege mehrerer Seesterne möglich machen.


04.01.09
Die Temperatur des Aquariums liegt bei einer Raumtemperatur von 16-17°C bei Werten zwischen 12-14°C immer noch an der oberen Grenze. Die Fische sind aktiv, fressen gut und besonders die Scholle zeigt ein befriedigendes Wachstum. Erfreulich ist auch, dass es unter den Grundeln keine weiteren Verluste zu verzeichnen gibt. Vielleicht gelingt im Frühjahr eine Vermehrung! Auch die Seenadel ist immer noch sehr
aktiv und zeigt keinerlei Beeinträchtigungen in ihrer Verhaltensweise. Die kleine Schneckenpopulation entwickelt sich zufrieden stellend. Auch die Seepocken sind sehr aktiv und auch hier ist mit Sicherheit eine stabile und langsam wachsende Lebensgemeinschaft am entstehen. Leider sind von den Kleinstlebewesen in dem mit Steinen dekorierten Aquarium keine Tiere sichtbar vorhanden. Vermutlich war durch die am Anfang sterile Einlaufphase nicht genug organisches Material für diese Tierwelt vorhanden, um genügend Futter zu produzieren. Das zugegebene Phytoplankton reicht dafür nicht aus. Ein Neubesatz mit diesen Organismen zur nächsten Fangaktion wird sicherlich mehr Erfolg haben, wenn das Aquarium dann immerhin einige Monate in Betrieb war.
Da im Moment keine lebenden Futtertiere im Handel verfügbar sind, habe ich die Artemia Produktion begonnen. Bedingt durch die niedrigen Temperaturen wird der Schlupf und die Aufzucht sehr langsam beginnen. Phytoplankton habe ich genügend und in guter Qualität für die Ernährung der Artemia. Auch die Süßwasserflöhe bekommen wieder vermehrt marines Plankton und Bakterien angeboten.                Trotz der Dichte von 1.010 scheint das auf deren Vitalität keinerlei Einfluss zu haben. Nur die niedrige Temperatur verhindert eine schnelle Massenproduktion der Nachkommen. Hier wird allerdings mehr beobachtet als Futtertiere entnommen. Interessant ist ab wann die Süßwasserflöhe bei steigendem Salzgehalt ihre
physiologischen Parameter nicht mehr anpassen können. Vielleicht gelingt die Adaption an noch höhere Salzdichten um auch für tropische marine Fische und niedere Tiere eine weitere Futterquelle zu erschließen, die einige Zeit im Seewasser lebensfähig bleibt. Der Besatz von Süßwasserflöhen in ein Gewässer mit einer Dichte von 1.010 gelingt allerdings nicht! Die Salzdichte darf nur sehr langsam und in kleinen Intervallen erhöht werden. Die jetzt in diesem Milieu lebenden Tiere sind innerhalb 8 Wochen an diese Wasserverhältnisse angepasst worden.

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Einige Bodenbewohner des Sandaquariums; die „Blaulastigkeit“ ist mit der Digitaltechnik leider nur schwer
auszugleichen


08.01.09
Die Temperatur ist auf Grund der Frosttage auf einen Wert von 8-11°C gefallen. Leider wird dieser Wert nur einige Tage zu halten sein, da die Raumtemperatur nicht weiter verringert werden kann. Die Futteraufnahme von Trockenfutter ist weiterhin mangelhaft, die Produktion von Salinenkrebsen auf Grund der niedrigen Temperaturen unbefriedigend. Frostfutter wird nicht angenommen. Wenn die Versorgung mit Lebendfutter durch den Zoohändler nicht gewährleistet wird, gibt es ein ernsthaftes Problem mit der Ernährung der Fische. In dem Aquarium mit dem Hartsubstrat bilden sich einige Rotalgen und auch einige kleine Stellen mit Meersalat habe ich heute entdecken können. Nachdem die Entwicklung in diesem Aquarium mit den langfädigen Grünalgen stagniert, wachsen die gewünschten Algen wieder. Dieses Aquarium wird weiterhin absichtlich nicht durch Pflegemaßnahmen gestört. Ich bin sehr gespannt, wie die Entwicklung in diesem Aquarium weitergeht. Bemerkenswert ist, dass trotz Verbund mit einem weiteren Aquarium die Entwicklung beider Aquarien völlig unterschiedlich verläuft.


10.01.09
Die sich etablierenden Meeresalgen der Gattung Ulva haben ihre Größe in den letzten beiden Tagen verdoppelt. Es ist erstaunlich, wie lange die Algensporen in diesem Aquariumsystem lebensfähig waren.
Größere Algen dieser Gattung hatte ich nicht eingesetzt! Immerhin scheinen die leicht eutrophen Bedingungen und die jetzt wieder auf 13°C gestiegene Wassertemperatur diesen schnellen Wuchs sehr zu fördern. Ich habe beschlossen, die langfädigen Grünalgen in erheblichem Maß zu reduzieren, um mehr Licht verfügbar zu machen. Auch einen Besatz mit Stichlingsweibchen habe ich vorgesehen, um die Balz und Vermehrung der Stichlinge zu dokumentieren.


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Die Grünalgen sind in der Ostsee, besonders in der Wismarbucht, reich vertreten


Ulva spez. der Meersalat, begann ab Anfang Januar erneut zu wachsen. Die kleine Pflanze ist jetzt etwa 2 cm groß. Welche Art das genau ist, kann ich momentan nicht beschreiben da in der Ostsee verschiedene Ulva Arten beschrieben wurden. Wer genau hinschaut, erkennt eine Rotalge (Furcellaria lumbricalis?) unter dem Ulva, die ebenfalls beginnt erneut zu wachsen. Übrigens, wussten Sie dass Meersalat früher häufig auf der Speisekarte stand? Solch ein Aquarium ernährt auch seinen Mann… Mal im Ernst, ich bin sehr froh, dass die Entwicklung so verläuft und diese Aquarien werden niemals langweilig. Wenn diese Alge ein wenig größer geworden ist, werde ich die Thalli auch einmal mit dem Mikroskop betrachten und dokumentieren.
Die Cyclops hat eine Erhöhung der Salzdichte über 1.011 nicht ertragen können. Immerhin ist im brackigen Bereich eine gewisse Anpassung möglich und in diesem Fall ein gutes und relativ großes, nicht Substrat gebundenes Futter für die Fische und Garnelen. Auch die Seepocken scheinen dieses Futter zu akzeptieren. Leider ist der Proteingehalt bei diesen Futtertieren nicht hoch genug, um es als Hauptfutter
verwenden zu können. Der Proteingehalt liegt bei Wasserflöhen bei 3-7% (14). Besser geeignet sind Copepoden und Mückenlarven und besonders die Polychaeten, die auch in den heimischen Gewässern besonders in eutrophierten Bereichen in hoher Individuendichte leicht zu erbeuten sind.                                                Hervorragendes Fanggebiet ist die Darß-Zingster Boddenkette wobei allerdings die Nationalparkbestimmungen zu beachten sind. Aber es gibt in den Boddengewässern Gebiete, welche außerhalb des Nationalparks liegen und der Tierfang ist recht einfach.


18.01.09
Die Temperatur schwankt zwischen 12 und 14°C.
Leider scheint die letzte der Seenadeln verstorben zu sein. Die Fütterungsmethode in einer so miteinander vergesellschafteten Gruppe von so unterschiedlichen Tieren ist sehr anspruchsvoll, auch wenn freischwimmendes Lebendfutter regelmäßig angeboten wird. Wenn das neue und größere Aquarium in Betrieb genommen wird, kommen auch für die Seenadeln spezielle Fütterungseinrichtungen zum Einsatz.                          Die Scholle hat ihre Größe seit dem Fang erheblich vergrößert und sie bedarf eines wesentlich größeren Aquariums. Auch für die Stichlinge wird es Zeit einen größeren Behälter beziehen zu können. Bei einigen Tieren beobachtete ich das Querstellen und eine S-förmige Imponier- und Balzhaltung. Die typische Färbung des Brustbereiches ist noch nicht zu sehen. Möglich ist die Unterdrückung der Balz durch den hohen Besatz und den begrenzten Möglichkeiten ein Territorium zu besetzen.
Das Wachstum des kleinen Meersalates hat sich etwas verringert. Die fädigen Grünalgen stagnieren ebenfalls. Dafür habe ich eine kleine Stelle mit einer Blaualge entdecken können, die durch ihr Matten ähnlichen Bewuchs und einer sehr dunkelgrünen Färbung auffällt.

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Blaualgen der Gattungen Spirulina subsalsa und Oscillatoria deuten auf eine starke Nährstoffanreicherung hin

Deshalb ist in Kürze ein großzügiger Wasserwechsel geplant sowie die Zugabe mit Kalziumhydroxid angereichertem Wasser um weiter Phosphate zu fällen. Die Problematik der Eutrophierung ist besonders in den Boddengewässern mit einem starken Anstieg in Richtung Westen zu beobachten. Mit der starken Phytoplanktonentwicklung im Frühjahr wird das verfügbare Nitrat soweit aufgebraucht, dass diese Planktonbestände zusammenbrechen und dann den Blaualgen bessere Lebensbedingungen geboten werden. Denn nur diese Algen sind in der Lage Stickstoff aus der Luft bzw. diffundiert aufzunehmen.
Phosphor ist durch riesige Depots, die sich rücklösen, genügend vorhanden, so dass auf längere Sicht diese eutrophen Zustände stabilisiert sind. Das Problem dabei ist, dass den Makrophyten durch das starke Wachstum von Phytoplankton nicht genug Licht zur Verfügung steht um in größerer Tiefe zu wachsen.
Dazu kommt eine starke Sedimentbewegung und Schlammbildung, die eine Ansiedlung der Makrophyten einschränkt. Verlust von Siedlungssubstrat der Makrophyten und Veränderung der Nährstoffkette sind die Folge eutropher Zustände und beeinflussen auch die Lebensbedingungen für Fische negativ.                                                    In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal die Buchreihe Meer und Museum des Meeresmuseum Stralsund ans Herz legen, in der immer wieder über das Monitoring der Ostseegewässer berichtet wird. Es werden gewaltige Anstrengungen unternommen um die Eutrophierung rückgängig zu machen, punktuelle und besonders diffuse Quellen des Nährstoffeintrages zu erkennen und zu beseitigen. Wie komplex und aufwändig diese Arbeiten sind, kann man nicht mit wenigen Worten beschreiben.
Als Aquarianer können wir durchaus einen kleinen Beitrag einbringen, indem wir uns mit den Tieren beschäftigen und unsere Beobachtungen publizieren.                      Hier verweise ich noch einmal auf die Veröffentlichungen der Aquarianer der Fachgruppe Meeresbiologie Berlin, die in der Internetseite                                  www.fg-meeresbiologie.de                                                                         zu finden sind.                                                                                       Besonders die langjährigen Veröffentlichungen der Exkursionen zur Insel Poel sind ein großer Erfahrungsschatz für die Ostseeaquaristik.                                                       
Erfreulich positiv ist das Wachstum einer kleinen Miesmuschelkolonie, die ein sehr schönes Bild bietet. Sie ist in dem Sandaquarium angesiedelt und gedeiht prächtig. Sie sind in der Lage innerhalb kürzester Zeit aufgeschwemmtes Material und abgelösten Bewuchs bei der Scheibenreinigung auszufiltern und sorgen für klares Wasser. Erstaunlich ist die Farbenvielfalt des Gewebes bis hin zu herrlichen Zeichnungen vereinzelter Muscheln wie sie zum Beispiel auf der Abbildung (31) des Aquariums mit den Stichlingen im Vordergrund zu sehen ist.

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Miesmuscheln sind sehr intensive Filtrierer

Auch einige mir unbekannte Dinge entwickeln sich prächtig. So besiedelt einen Stein etwas, was ich nicht klassifizieren kann. Ist es vielleicht eine Alge oder gar ein Pilz? Dieser Organismus wächst sehr, sehr langsam und eine Ausbreitung auf anderes Gestein konnte ich nicht beobachten. Was könnte das sein?
Nach Ansicht der Aquarianer, die langjährige Erfahrungen mit Ostseeaquaristik haben, soll es eine Kalkalge sein, die zwar sehr selten in der Ostsee gefunden wurde aber tatsächlich diesen Lebensraum besiedelt. Ich kann mir also etwas darauf einbilden…
In einem Ostseeaquarium ist das schon mal was Besonderes! Die Voraussetzung für Kalkbildung sind durch die Ionen Anomalie im Brackwasser gegenüber Seewasser nicht besonders günstig.                                                                                            Die dünnschaligen, langsam wachsenden und kleinwüchsigen Schnecken und Muscheln sind der beste Beweis dafür.

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Eine nicht klassifizierte Kalkalge aus der Ostsee wächst im Aquarium

23.01.09
Die Temperatur habe ich die vergangenen Tage durch verbesserte Raumbelüftung auf Werte zwischen 11-12° C halten können. Ich denke diese Temperaturen sind ein recht guter Wert und für den Fortbestand des Ostseeaquariums. In der Wohnung sind gute Voraussetzungen geschaffen. Der Meersalat stagniert in seinem Wachstum, möglich durch die etwas niedrigen Temperaturen. Aber es ist ja noch viel Zeit bis zum Frühjahr. In der Natur sind diese Wachstumspausen nichts Außergewöhnliches denn der Lichtmangel in den Wintermonaten und die niedrigen Temperaturen schränken das Wachstum erheblich ein. So können sich durch Einträge und Ablagerungen erhebliche Mengen an Nährstoffen anreichern und führen erst mit Beginn des Frühlings durch die längere Lichtphase zu einem enormen Pflanzenwachstum, besonders des Phytoplanktons. Diese ausgeprägte Winterruhe ist auch im Aquarium zu beobachten.     Trotz einer wesentlich längeren Beleuchtungsphase als in der Natur findet kaum Wachstum der Makrophyten statt. Vereinzelt sind kleine Stellen mit feinfiedrigen Rotalgen sichtbar. Ganz besonders diese fein strukturierten Gebilde bieten einen enormen Lebensraum für viele kleine Tiere, die ich mir allerdings erst wieder in das Aquarium einbringen muss. Ich habe zwar Gammariden entdecken können aber auch hier sind es leider nur vereinzelte Exemplare.

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Gut getarnt sind die possierlichen Plattfische, die eine erhebliche Größe erreichen können. Dieser hier ist etwa 8 cm lang und kann noch einige Zeit im Aquarium verbleiben.

29.01.09
Durch eine verbesserte Belüftung und etwas niedrigere Wohnraumtemperaturen ist es gelungen, einen Wert von 10° C im Aquarium zu halten. Ein nennenswertes Pflanzenwachstum findet nicht statt. Die Optimierung der Energiekosten wäre durch eine verkürzte Beleuchtungszeit am Anfang November erreichbar. Für die Fische genügt bis Mitte März eine Kurztagbeleuchtung. Inwieweit eine Verlängerung der
Beleuchtungszeit im Sommer wesentlich länger als 8 Stunden Sinn macht, will ich noch herausfinden.
Wenn ja, dann ist es ausreichend, etwa im 3 monatigen Rhythmus die Lichtdauer anzupassen, wobei man bedenken sollte, dass bei längerer Beleuchtung die Temperaturen im Aquarium zusätzlich steigen.


14.02.09
Erfreulicherweise ist die Temperatur in einem Bereich um die 11°C recht gut stabilisiert. Trotz eines Ausfalls der Belüftung ist sie nur um 2° C angestiegen (die Beobachtung der Tiere ist bei höheren Temperaturen natürlich angenehmer). Die verwendete Technik muss schon einige Anforderungen bestehen. Angefangen von der Lagerung bewegter Teile, Verschleiß von O-Ringen bis hin zu niedrigen Temperaturen. Dafür sind Lindenholz Ausströmer für den Abschäumer wesentlich länger nutzbar. Der
Umbau des Abschäumer wurde wieder rückgängig gemacht, da die organische Belastung des Wassers erhöht ist.
Die Tiere sind sehr aktiv und die Scholle wächst deutlich. Es wird Zeit ein neues Aquarium vorzubereiten!
Bei der Entwicklung der Pflanzen gibt es Schwierigkeiten. Bis zu einer gewissen Größe wachsen sie gut und dann endet das Wachstum schlagartig. Vermutlich ist in dem Aquarium ein Mangel an einem oder mehreren bestimmten Nährstoffen die Ursache. Ich werde deshalb bei der Gestaltung des Bodengrundes einige Änderungen vornehmen. Als Bodenschicht soll zunächst eine Lage mineralischen Materials (z.B.
Heilerde aus der Drogerie- es ist vulkanisches Tuffgestein) in sehr fein gemahlener Form eingebracht werden. Darauf wird eine Lage sauberer Sand, der mit Laterit, einem Eisen haltigem Material welches noch mit Lehm vermengt ist, verbracht und durch eine etwa 1-2 cm dicke Schicht sauberen, Nährstoff freiem Sand abgedeckt. Die Mineralien werden langsam in Lösung gehen und stehen den Algen als Nährstoff zur Verfügung. Natürlich muss bei dieser Arbeitsweise peinlichst auf Nitrat- und ganz besonders auf die Phosphatbegrenzung geachtet werden. Das muss nicht bedeuten, dass man gleichzeitig der Besatz an Fischen auf ein Minimum zu reduzieren hat. Für die Phosphatbegrenzung wäre beispielsweise ein Wirbelbettfilter mit „Ultraphos“ oder eine Kalkwassergabe zur Fällung möglich. Wobei letztere Methode die ungünstige Variante ist, denn in einem Aquarium treten selbstverständlich auch Rücklöseprozesse auf und sorgen, obwohl sie nicht zur Anzeige bei den von uns in der Regel eingesetzten Nachweismethoden führen, für ständige Eutrophie. Bei starker Beleuchtung und vielen Pflanzen kann es zu Nitratmangel kommen und damit den Blaualgen bessere Lebensbedingungen bieten. Es wird deshalb mit Sicherheit ein „Grenzgang“ werden, aber die Kultur von Makroalgen und Seegräser sollen unbedingt in diesem Aquarium
Bestand haben.


18.02.09
Die Temperatur der letzten Tage bewegt sich erstmalig über mehr als 24 Stunden im einstelligen Bereich.
Sie beträgt minimal 8,2°C. Insgesamt bin ich mit den erreichten Temperaturabsenkungen in den letzten Wochen mehr als zufrieden und die Machbarkeit in der Wohnung erweist sich weniger schwierig als befürchtet. Zu den technischen Schwierigkeiten bei diesen niedrigen Raumtemperaturen ist bei
Leuchtstofflampen deren geringe Lichtausbeute zu nennen. T5 Leuchten benötigen für ihr Optimum an Leuchtdichte höhere Temperaturen, auch die T8 Leuchtmittel erscheinen recht düster. Aber durch die Vegetationspause der Pflanzen ist das sowieso unerheblich, die Fische brauchen keine hohe Leuchtdichten.
Die Lager der Lüfter und Pumpen haben bei sehr niedrigen Temperaturen höheren Verschleiß. Und zum Beobachten ist es manchmal ein wenig ungemütlich…
Ein neues Aquarium ist heute angeliefert worden (Danke Rainer B.!). Die Abmaße betragen 100x35x65cm.
Die technische Einrichtung wird wieder mit Closed Loop im Bodengrund und 2 im Wechseltakt betriebenen Ringen an der Oberfläche aufgebaut um für die Seegräser eine Dünungsbewegung niedriger und frei wählbarer Frequenz möglich zu machen. Durch die größere Fläche können Einrichtungen mit Höhlen wesentlich geräumiger, Siedlungssubstrat für Algen und Seegräser und somit Deckungsmöglichkeiten für die Fische besser gestaltet werden. Auch der Scholle wird das größere Aquarium zugute kommen. Der Bodengrund wird so, wie in dem vorhergehenden Kapitel beschrieben
wurde, aufgebaut. Als Abschluss der Neugestaltung werden 3 Aquarien und 1 Filtersystem im Verbund betrieben, welche über vielfältige und wesentlich besser auf die Tiere abgestimmte Einrichtung als Zielstellung hat. Das Gesamtvolumen der Aquarienanlage wird dann ca. 350 Liter Wasser betragen.


27.02.09
Die Temperatur steigt analog den Außentemperaturen und beträgt jetzt 15°C. Das ist eine recht schnelle Temperaturerhöhung in kurzer Zeit! Den Fischen scheint das allerdings nichts auszumachen. Die Niederen Tiere sind aktiv und einige Gammariden konnte ich auch entdecken, ebenso einige Asseln und einen größeren Trupp Schnecken. Letztere verlassen regelmäßig das Wasser und suchen die „Spritzwasserzone“ auf. Es sind hervorragende Algenfresser. Leider finden sie bisweilen nicht in das Aquarium zurück. Das hübsche, abgebildete Exemplar hat etwa die Größe von 1 cm. Aufkommender Algenwuchs ist bei den Rotalgen zu beobachten. Es sind allerdings sehr kleine Exemplare mit einer Größe von max. 1 cm. Sie haben vorrangig die Auslassrohre des Closed Loop bewachsen. Bei den Grünalgen entwickeln sich kleine
Exemplare einer Cladophora Art.
Ob der beginnende Rotalgenwuchs mit der regelmäßigen Jodgabe zusammenhängt, die ich einige Zeit vernachlässigt habe, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

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Littorina litorea, eine der Leitorganismen bei der Untersuchung der Sedimente in der Ostsee


Auch im Bodengrund vermehren sich die Organismen. Sie finden anscheinend doch genügend Futter, wenn man bedenkt wie steril der Bodengrund einmal war. Sie bilden einen Teil der Nahrung für die Fische und sie sind wichtige Organismen zum Abbau von organischen Materialien. Wie man sieht, wird der Bodengrund nicht schwarz, denn diese Tiere sorgen für eine Belüftung des Materials. Bei der geringen Korngröße des Materials muss ich sagen, dass auch dieses Material für die Aquaristik bei entsprechender Pflege und Besatz durch grabende Tiere hervorragend geeignet ist. Das „Ostseefeeling“ kommt mit dem sehr hellen und feinen Bodengrund zur Geltung. Durch die ständige Bewegung und der geringen Oberfläche des Sandkorns haben die Algen es schwer sich zu etablieren, der Sand bleibt sehr hell.

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Wie stark die Sandlückenfauna belebt ist, möchte ich mit diesem Bild zeigen. Es ist ein Schnappschuss von einem kleinen Kurzfilm, den ich am Mikroskop erstellte. Erst in bewegten Bildern kann man wirklich sehen, wie dicht die Besiedlung ist, daher musste ich die Aufnahme für diesen Vortrag ein wenig bearbeiten.
Analog einem tropischen Sandbett Aquarium muss sich die Biologie in einem Kaltwasseraquarium entwickeln. Es fehlen allerdings noch einige Organismen wie größere Muscheln, Schlickkrebse sowie Ringelwürmer. Auch einige Garnelen wie Crangon crangon wären hierfür durchaus geeignet. Diese Garnelen können sich eingraben und nur die Antennen und Augen schauen aus dem Sandboden. Dieses Verhalten legen sie im Aquarium allerdings recht schnell ab. Zur nächsten Fangaktion werde ich besonders auf diese Tiere achten.


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Tintinnopsis spp, etwa 70 Vm groß, aus dem Sandboden. Deutlich erkennt man Bakterien, die gefressen werden und natürlich Phytoplankton. Dieses Nahrungskonzentrat kommt den Fischen zugute, besonders der Fischbrut. Die Vermehrung gelingt leicht. Wie wichtig diese Bodenlebewelt für viele Fische ist, wird an der Scholle deutlich sichtbar. Sie gräbt diese Besiedlung regelrecht aus um sich davon zu ernähren. Das oben vorgestellte Bild mit dem Bodengrund war ein Zustand kurz bevor das Tier alles gefressen hat.
Daraus folgt, dass in Sandbett Aquarien, wenn man Wert auf die im Boden lebenden Tiere legt, Fische nicht dieser Fauna dienlich sind oder das Sandbett muss riesige Ausmaße haben um den Fischen die ihren Lebensweisen entsprechende Möglichkeiten zu bieten ohne die Bodenfauna ernsthaft zu schädigen. Eine dritte Möglichkeit wäre, ein Verbundsystem von Aquarien ohne einen Besatz von Fischen, ein Refugium
einzurichten. Aber das ist auch nicht ohne Probleme zu betreiben, da diese Bodenorganismen ebenfalls richtig ernährt sein müssen. Ein zuviel oder zu wenig an Nahrung hat erhebliche Auswirkungen auf das Funktionieren eines Sandbetts. Das beste Anschauungsbeispiel sind die Boddengewässer der Ostsee, die durch die Eutrophierung spezielle Nahrungsnetze und starke Sedimentation erzeugen und damit viele Tier und Pflanzenarten an der Besiedlung stark behindert. In den Boddengewässern ist zusätzlich durch graduelle Abnahme der Salinität in Richtung Westen eine erhebliche Einschränkung der Besiedlung durch Tiere und Pflanzen gegeben. In Bezug der Eutrophierung der Boddengewässer muss man leider feststellen, dass diese Verhältnisse außerordentlich stabil sind und nur durch sehr aufwändige Maßnahmen der Renaturierung der Einzugsgebiete veränderbar sind (zum Beispiel Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit der Flüsse und wohlüberlegter Einsatz von Düngemitteln).


07.03.09
Die Temperatur schwankt zurzeit zwischen 13-15°C. Erste Anzeichen eines rötlichen Schimmers konnte ich bei einigen Stichlingen erkennen und rechne in Kürze mit den imposanten Balzspielen und Nestbau dieser Tiere. Bei der Fütterung und gelegentlich beim Schwimmen werden die 3 Stacheln aufgestellt. Leider ist mir bisher kein einziges Foto gelungen, um dieses Verhalten auch zu zeigen. Sie sind ausgesprochen scheu und flüchten bei der geringsten Bewegung vor dem Aquarium. Ich werde wohl oder übel ein Video machen müssen, in der Hoffnung wenigstens eine verwertbare Aufnahme herausfiltern zu können. Also werden die Scheiben für die nächste Zeit besonders gut gereinigt…

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Acartia spp. - ein calanoider Copepode

Erstmalig konnte ich im Handel calanoide Copepoden erwerben. Es ist ein Copepode der Gattung Acartia und hat eine Größe von 1,3 mm. Da ich immer einige Zuchtbehälter vorbereitet habe, kam ein Teil der Tiere in diese Behälter.                  Die Salzdichte betrug im Transportbeutel 1.019. Gefüttert werden sie mit Kiesel und
Grünalgen sowie Bakterienkulturen. Leider ist mir hier eine stabile Kultur und deutliche Vermehrung noch nicht so richtig gelungen, ein deutliches Zeichen für falsches Futter! Die Nahrungsbestandteile der Copepoden beträgt etwa 80% Wasser, 9% Eiweiß und etwa 2-3% Fett (Lebendmasse) und macht sie aus diesem Grund zu einem der besten Futtermittel für die Aquaristik (14).
Die Scholle hat eine Gesamtlänge von 12 cm erreicht. Gelegentlich zeigt sie auch eine goldfarbene Zeichnung und das ist ganz entzückend. Ich hatte mir beim Fang des Tieres lange überlegt ob ich sie überhaupt in das Aquarium einsetzen sollte. Nun, bereut habe ich es nicht und es ist faszinierend, dieses Tier zu beobachten. Ganz aufgeregt und besonders gierig werden die gelegentlich gefütterten Enchyträen
verspeist (die bekommen die Tiere aber ganz selten!). Bei den Mückenlarven ist der Appetit nicht so groß.
Dabei werden die Futtertiere mit den Augen, die sie unabhängig voneinander bewegen können, fixiert und mit einem kurzen Sprung erbeutet. Leider fehlen mir solche Futtertiere wie die Polychaeten, die mit Sicherheit ein wesentliches Futter in der Natur darstellen. Und langsam sollte ich mir Gedanken darüber machen, Miesmuschelfleisch und kleines Filet von Fischen als Futter anzubieten. Bei der nächsten Fangaktion will ich noch einmal ein kleines Tier fangen und dazusetzen.

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Die Scholle hat sich prächtig entwickelt- phantastisch ist ihre Fähigkeit sich dem Untergrund anzupassen


Auffällig ist eine leichte Trübung des sonst klaren Wassers. Wie in eutrophierten Gewässern wird auch im Aquarium eine Entwicklung von Phytoplankton stattfinden, die durch starke Beleuchtung induziert und mit geringem Austrag durch den Abschäumer nicht entfernbar ist, zumal ich Phytoplankton hin und wieder dem Aquarium zugebe. Fressfeinde sind wenig vorhanden und ob die eingetragenen Copepoden überhaupt
dazu in der Lage sind, bleibt abzuwarten. Ich benötige dringend mehr Filtrierer für die Aquarien. Es ist ja auch möglich, dass die Miesmuscheln ihre Geschlechtsprodukte abgaben. Was sich im Wasser genau befindet kann ich nicht klassifizieren, da ich keine so feine Filter besitze um eine Wasserprobe < 20 Vm zu
ziehen und mit Zentrifuge anzureichern. Es fehlen einfach höhere marine Algen!


07.03.03
In letzter Zeit konnte ich eine Zunahme der Gammariden Gammarus zaddachi erkennen. Vermutlich ist der Entwicklung der Nahrungsgrundlage durch Algenwuchs und fehlender Fressfeinde dafür die entsprechende Bedingung gegeben. Insgesamt sehe ich das als sehr positiv. Denn diese Tiere nehmen auch überschüssiges Futter auf und stehen durch ihre starke Vermehrung den Fischen zur Verfügung, wenn sie versuchen sich in dem Aquarium ausbreiten. Im Gegensatz zu tropischen Gammariden ist diese Art recht groß. Beachtlich ist die Zeit, in dem diese Entwicklung abgelaufen ist. In das Aquarium wurde seit seinem Erstbesatz k e i n e Besatzerweiterung vorgenommen! Dennoch findet ein erheblich dynamischer Prozess statt, was die Populationsentwicklung dieser Tiere betrifft. Interessant ist ihre Bindung an das   Phytal. Sie besetzen nichtnur kleinste Lücken im Gestein sondern auch die kleinen Wasseraustrittsstellen des Closed Loop und natürlich in der Natur auch Pflanzen, die ich leider (noch) nicht besitze.
Die Temperatur betrug die vergangene Woche etwa 13-14°C bei einer Raumtemperatur von 16-19°C.

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Auch eine Grünalge entwickelt sich langsam im Aquarium

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Gammarus zaddachi, der sich seit kurzem deutlich vermehrt


Das Fehlen von Siedlungssubstrat ist eine der Hauptursachen einer mangelhaften Entwicklung von Kleinstlebewesen. Damit ist nicht nur grobes Gestein gemeint, sondern vor allem Pflanzenmaterial. Aber damit überhaupt eine Besiedelung stattfinden kann, muss auch Nahrung vorhanden sein. Nahrung kann man zwar zur Verfügung stellen, aber genau hier ist auch die Ursache für das Gelingen oder Versagen eines Aquariums zu suchen. Ich habe bei Einrichtung eines Aquariums in der Regel recht sterile Materialien zur Verfügung, überschüssige Nahrung wird nicht verwertet und führt letztendlich zur Eutrophierung, belebtes Material eingebracht und falsche, mangelhafte Ernährung dieser Kleistlebewelt führt zum Sterben dieser Organismen. Genau so ist das bei Algen und Seegräsern. Sie benötigen eine gewisse Nährstoffgrundlage, die mit Licht, Ammonium und Phosphat allein nicht gegeben sind. Wichtig sind Spurenelemente, ohne die recht schnell eine Mangelsituation eintritt und zur Stagnation und Sterben der Pflanzen führt. Wasserwechsel allein genügt nicht obwohl die Seesalze die wir benutzen reichlich Überdosierung an Spurenelementen
gegenüber Naturwasser aufweisen.
Da die geringe Salinität ein Faktor für die Begrenzung der Ausbreitung der Pflanzen   ist, hat man gerade bei diesem Aquarium Typ große Schwierigkeiten mit einem gedeihenden und vielfältigen Pflanzenbesatz. Dabei gibt es phantastische Algen, die nicht nur im Habitus, sondern auch im Lebenszyklus besondere Aufmerksamkeit verdienen. Die sehr hoch entwickelten Armleuchteralgen der Gattung Chara habe ich
bereits mehrfach erwähnt. Faszinierend ist ihre Fähigkeit, ihren Nachkommen einen Schutz zukommen zu lassen, der sehr an den bestimmter Tierarten ähnelt. Zunächst ist die Parthenogenese (Jungfernzeugung) zu nennen, die für die Chara canescens typisch ist und von der man in der Ostsee fast ausschließlich weibliche Pflanzen  findet. Oder auch die Entwicklung der befruchteten Oogonien (das sind die Geschlechtsorgane) der weiblichen Pflanzen der Chara baltica, in der die Eizellen mit einem Gehäuse umwickelt sind (eine Art Schwangerschaft) und die im Frühjahr die Sporen freisetzen. Eine ganz andere Vermehrungsstrategie der Armleuchteralge Chara aspera ist das Ausbilden von Bulbillen im Wurzelbereich, aus denen sich im Frühjahr
neue Pflanzen entwickeln.
In all diesen Pflanzen verstecken und siedeln sich die Kleinstlebewesen, die sich von Phytoplankton ernähren und damit den höheren Algen Möglichkeiten einer Durchsetzungsfähigkeit gegenüber Phytoplankton schaffen, mit denen sie sich als Konkurrenten auseinanderzusetzen haben. Konkurrenz in mehrfacher Hinsicht, denn die Verfügbarkeit von Nährstoffen, Licht, Siedlungssubstrat sowie Sedimentfixierung werden durch das Phytoplankton stark verändert und führt in eutrophierten Bereichen
zur Verschlechterung von Lebensbedingungen!
Das im Aquarium notwendige Zusammenspiel all dieser biologischen und chemischen Prozesse ist bei Lebewesen mit starker Spezialisierung und eingeschränkter Anpassungsfähigkeit ein heikles und vor allen langwieriges Unternehmen. Selbst das Vorhandensein bestimmter Organismen im Boden (bestimmte Bakterien- und Pilzarten) wird auf den Erfolg oder Misserfolg der Pflanzenkulturen sehr starken Einfluss
haben und wir wissen so gut wie nichts darüber. So sieht man auch in Schauaquarien kaum einmal eine Gestaltung und dauernde Einrichtung mit Naturmaterialien. Selbst der Besuch im Ozeaneum Ende 2008, bei dem ich besonders auf solche Aquarieneinrichtung achtete, war diesbezüglich ernüchternd. Das eine Aquarium mit einem nennenswerten Bestand an Seegras kann auch als ein mit künstlichen Pflanzen
ausgestattete Dekoration gewesen sein. Leider sind im Ozeaneum diese Aquarien in dieser Hinsicht nicht erklärt, aber das ist ja auch nicht die Aufgabenstellung dieser Einrichtung.                                                                                                    Für uns Aquarianer gibt es also noch einige Sporen zu verdienen… Abgesehen davon sind selbst in der Natur gewaltige Schwankungen in den Populationen vorherrschend und die Prozesse welche das auslösen sind kaum bekannt. Durch das unvollständige Wissen über die aktuelle Verbreitung und die Flexibilität der Chara Algen gegenüber den Umwelteinwirkungen machen auch langfristige Beobachtungen und Publikation durch interessierte Aquarianer und Naturfreunde Sinn. Für die Beobachtung in der Natur müssen selbstverständlich dazu außer den chemischen und physikalischen Wasserparametern meteorologische Erscheinungen wie Regenmengen, Windstärke und -richtung in Betracht gezogen werden.


20.03.09
Es scheint bei den Stichlingen langsam „zur Sache“ zu gehen. Einige Tiere haben zeitweise phantastische, blau irisierende Augenringe, rot gefärbte Körper und Scheinkämpfe bzw. das Art typische Balzverhalten sind an der Tagesordnung. Ich habe das Aquarium zusätzlich mit künstlichen Pflanzen dekoriert um eine Revierbildung zu ermöglichen. Vielleicht gelingen mir einige schöne Bilder…
Die Temperatur betrug Anfang dieser Woche max. 14, heute 11°C. Ein recht niedriger Wert in einer Wohnung aber um ein mehrfaches höher als in der Ostsee, die um diese Zeit etwa 4-5°C hat.
Eine Aufnahme von einer Miesmuschel möchte ich noch zeigen. Diese Muschel hat sich innerhalb 24 Stunden an der Aquariumscheibe befestigt und interessant ist wie sie das bewerkstelligt hat.

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Miesmuscheln sind dank ihrer Befestigungsmethoden durchaus beweglich und können sich damit sehr gut an vorherrschende Strömungen und Platzverhältnisse anpassen


17.04.09
Eie weitere erfreuliche Entdeckung ist das unerwartete Erscheinen einer Grünalge- der Enteromorpha intestinalis. Ob sie sich weiter gut entwickelt kann ich im Moment noch nicht sagen denn die Algen sind allgemein sehr empfindlich und wenn ich das mit dem Meersalat vergleiche, so bin ich nur sehr vorsichtig mit einer optimistischen Prognose. Diese Alge wächst zurzeit dicht unter der Wasseroberfläche auf einer künstlichen Pflanze aufsitzend und auf den Rohren des Closed loop und ist etwa 3 cm lang. Sie ist ein besonderer Blickfang!
Einige Stichlinge zeigen eine sehr kräftige Balzfärbung und es macht Freude sie bei ihren imposanten Balzspielen und Nestbauten zu beobachten.

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Auch wenn seit September keine Tiere in das Aquarium zugesetzt wurden, kann man selbst heute immer wieder neue Organismen entdecken wie beispielsweise einen 15 cm langen Borstenwurm, den ich erstmals heute zu Gesicht bekam!
Die Temperatur schwankt zurzeit zwischen 16-19°C bei einer Raumtemperatur bis zu 20°C

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Enteremorpha intestinalis entwickelt sich aus den Sporen, die man in der Mikroskopaufnahme gut erkennt
.

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Auch die Grünalge Cladophora spp. ist im Aquarium recht ausdauernd


03.05.09
Ein weiterer Rückschlag! Die Scholle ist verendet- vermutlich ist Sauerstoffdefizit bei diesen Temperaturen (17-19°C) die Todesursache. Auf den Bildern sieht man recht  gut, dass das Tier keine Nahrung mehr aufnahm und mit einem Gewicht von 55 Gramm bei einer Körperlänge von 14 cm ein deutliches Untergewicht aufweist. Der Fisch hatte am gestrigen Tag eine schnelle Atemfrequenz und leicht getrübte Augen. Die großen Fische der Ostsee benötigen sichtlich sehr viel niedrigere Temperaturen als in ihrem
Jugendstadium. Ohne weitere technische Hilfsmittel ist eine erfolgreiche Pflege dieser Tiere fraglich, auch wenn die Pflegezeit von 8 Monaten länger war als ich ursprünglich erwartete.

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Auch wenn Plattfische nicht immer präsent sind, es sind Pfleglinge, die einem ans Herz wachsen können


Was mich am meisten überraschte war das sehr schnelle Wachstum dieses Tieres. Bis zum Schluss vergrößerte das Tier mit einer rasanten Geschwindigkeit seine Körpermaße. Wie schnell müssen sie in der Natur wachsen, wo die Nahrungsbedingungen wesentlich besser als im Aquarium sind! Ich habe mich zwar
redlich bemüht, bestes Lebendfutter in gut genährtem Zustand zu bieten aber ich kann eben keine natürlichen Verhältnisse herstellen. Plattfische können richtig groß werden und es war sowieso eine Frage der Zeit, wann ich mich von diesem Tier hätte trennen müssen.
Bei der Ernährung der Acartia verwende ich neben Phytoplankton und Bakterien seit kurzem Nährmittel für Korallen. Damit erreiche ich einen Booster Effekt.                   Die Vermehrung der Copepoden und die erreichbare Tierdichte sind wesentlich höher im Behälter. Aber auch für Moina, Artemia und harpactide Copepoden ist das zutreffend. Leider sind auf den Flaschen keine Nahrungsbestandteile aufgelistet und ein Verfallsdatum fehlt ebenfalls. Experimente mit Zugabe verschiedener Aminosäuren und Vitaminzusätzen bewirkten ebenfalls eine verbesserte Vermehrung der  Copepoden.

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14 cm und 55 Gramm Gewicht erreichte dieses Tier. Gefangen wurde es am 6.9.08 mit 5 cm Länge


Ein kurzes Fazit
Die Entwicklung des Aquariums braucht viel Zeit und erfordert unendlich viel Geduld sowie die Fähigkeit, etwas in Ruhe zu lassen und ohne Störung des Milieus, in dem ein Aquarium „schlecht und ungepflegt“ aussehen kann, ertragen zu können.         Aquarien können nicht „über Nacht“ entstehen und sie sind sehr empfindlich in ihrer Biologie. Weiterhin ist eine stetige Entwicklung und Veränderung der Aquarien zu
beobachten, die Systeme befinden sich in einem sensiblen, labilen Gleichgewicht ihrer biologischen und physikalischen Parameter.
Einige Niedere Tiere und viele Fische der Ostsee sind recht hart im Nehmen und überstehen auch kleine Fehler in der Haltung. Ausgesprochen schwierig ist die Etablierung höherer Pflanzen und der Kleinstlebewelt, die diesen Lebensraum besiedelt.
Die technischen Voraussetzungen unterscheiden sich von tropischen Aquarien kaum mit Ausnahme der Abschäumung und der Temperierung, welcher besondere Aufmerksamkeit zu widmen ist.
Eine Empfehlung als Anfängeraquarium (diese Bezeichnung sollte man eigentlich keinem Aquarium geben) möchte ich dennoch nicht aussprechen, es sei denn, man kann den Tieren bestimmte technische Voraussetzungen und eine große Futterpalette, besonders viel Lebendfutter, für ihre Haltung bieten.
Immerhin war das entwickelte Konzept in großen Teilen erfolgreich für 2 kleine Aquarien, deren Volumen je knapp 60 Liter beträgt. Wenn das neue Aquarium mit in Betrieb geht, erwarte ich einen deutlichen Schub in der Entwicklung. Vor allem die Meeresalgen und die Seegräser sollen gut gedeihen und weitere, sehr begehrte Tiere Einzug in die Aquarien halten.
Ich hoffe mit meinem Beitrag Euer Interesse geweckt zu haben, sich der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu widmen, die wunderbare Pflanzen und Tiere zu bieten hat und durchaus ihre aquaristische Herausforderung beinhaltet. Ein Treffen mit Gleichgesinnten findet jedes Jahr am ersten Septemberwochenende auf der Insel Poel- auf dem Zeltplatz am Leuchtturm in Timmendorf statt, Gäste sind herzlich eingeladen.
Anfang Mai wird ein Herzenswunsch in Erfüllung gehen, an einer Fangaktion von Plankton gemeinsam mit Biologen des Meeresmuseum Stralsund und befreundeten Aquarianern. Natürlich auch weiterer Besatz für das Aquarium, welches jetzt erweitert wird hoffe ich zu finden und pflegen zu können. Am wichtigsten
ist mir allerdings der Erfahrungsaustausch während dieser Exkursion. Was mich noch besonders interessiert, ist die Ausbreitung der eingeschleppten Rippenqualle Mnemiopsis leidyi, die eine ernsthafte Bedrohung für die heimische Tierwelt ist. Ihre Vermehrung ist ca.14 Tage nach ihrer Geburt möglich, ohne dass ein sessiles Stadium erforderlich ist und sie hat keine natürlichen Feinde in der Ostsee!                      Hohe Vermehrungsrate und schnelle Geschlechtsreife lassen eine explosionsartige Verbreitung zu und am Schwarzen Meer führte das zum Zusammenbruch der Berufsfischerei. Wie die Entwicklung in der Ostsee voranschreiten wird ist noch ungewiss. Bis jetzt ist ihre Ausbreitung auf die Kieler Bucht beschränkt. Doch wie leicht ist hier das Verdriften durch Strömungen und Verschleppen durch Ballastwasser möglich!

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Mnemiopsis leidyi, eine ernsthafte Bedrohung der einheimischen Fauna


Berlin, Mai 2009
Mit freundlichen Grüßen
Dietmar Schönfelder
Fachgruppe Meeresbiologie Berlin


Literaturnachweis:


(1) Hefen und Myzelpilze als Destruenten im marinen Ökosystem
F.Schauer, H.Kreisel, B.Heideck,
Greifswalder Geographische Arbeiten 16, Seite 341-369, Universität Greifswald 1998
(2) www.fg-meeresbiologie.de
(3) www.meerwasser-nachzuchten.de
(5) Flora und Fauna des Bodens im Greifswalder Bodden
T. Geisel und U. Messner, Meer und Museum Band 5
(6) Fische, Fischerei und Garnelenfang in der Wismar-Bucht,
U. Walter, Meer und Museum Band 13
(7) Zum Vorkommen einiger ausgewählter Tierarten in den Seegraswiesen vor
Timmendorf (Insel Poel)
K. Bischoff, K Quitschau und H. Schöne, Meer und Museum Band 13
(8) Nestüberfälle bei Stichlingen – Erscheinungsformen und Deutungsversuche,
Hans Joachim Paepke, Aquarien Terrarien Heft 6 1982
(9) Über die innerartliche Variabilität von Gasterosteus aculeatus in der DDR,
Hans Joachim Paepke, Aquarien Terrarien Heft 9 1983
(10) Der Dreistachlige Stichling,
G.W. Nikolski, Spezielle Fischkunde, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1957
(11) Das Aquarium von A bis Z,
Hans Frey, Verlag J. Neumann Radebeul, 1966, 7. Auflage
(12) Erfahrungen bei der Haltung und Vermehrung einheimischer Wildfische,
Wolfgang Burmeister, Aquarien Terrarien Heft 5 und 6 1987
(13) Der Dreistachlige Stichling,
Suttner, Das Aquarium Heft 380, Februar 2001
(14) Aquarienfische gesund ernähren
Professor Doktor Heinz Bremer, Ulmer Verlag, 1997


Bildquellen:


Helmut Strutz (2)
Zeichnungen Schulz-Kabbe  (3,13)
Zeichnung D. Schönfelder nach Bildvorlage Aquarium Herr Huntjes,
Aquarium Heute 4/1985 Seite 26; (6)
Dr. Roland Kiesinger (12)
Dr. Joachim Kormann (51)
Dietmar Schönfelder (1,4,5,8-10,14-50)